Bilder zur Verfügung gestellt von Familie Matz

Zum Stück:

Campiello“ (frei nach Carlo Goldoni)
Peter Turrini hat Goldonis Volksschauspiel „Il Campiello“ neu bearbeitet und in eine moderne, sozialkritisch zugespitzte Form gebracht. Während Goldonis Original das turbulente Alltagsleben auf einem venezianischen Platz zeigt, schärft Turrini die Figuren und Konflikte, betont ihre sozialen Nöte und legt die Brüche hinter der fröhlichen Fassade offen.

Die Handlung spielt – wie im Original – auf einem kleinen Platz in Venedig. Nachbarinnen, junge Frauen und Männer, Händler und Reisende geraten in ein ständiges Hin und Her aus Neckereien, Streitereien, Hoffnungen und Enttäuschungen. Turrini lässt jedoch stärker als Goldoni erkennen, wie sehr Armut, Einsamkeit und Zukunftsangst die Figuren prägen.

Im Mittelpunkt stehen:
die jungen Frauen Caterina, Gasparina und Lucietta, die von Liebe und einem besseren Leben träumen,
ihre Mütter, die um Anstand, Geld und eine gute Partie kämpfen,
die Männer des Campiello, die zwischen Machogehabe, Unsicherheit und Sehnsucht schwanken.

Turrini behält die Komik und Lebendigkeit Goldonis bei, verleiht dem Stück jedoch einen deutlicheren sozialkritischen Ton.

Zum Autor:

Peter Turrini (geboren 1944 in Kärnten) gehört zu den wichtigsten Stimmen des modernen österreichischen Theaters. Seit den frühen 1970er-Jahren mischt er die Bühnen mit Stücken auf, die unbequem, direkt und gesellschaftlich hochrelevant sind.

Mitwirkende:

Hildegard Fuchs, Waltraud Matz, Bruno Täubling, Wolfgang Täubling, Rudolf Votzi, Karin Zapletal, Leopold Happel, Dominik Schuecker, ?

Regie:

Keine Angaben

Aufführungen:

Premiere: 1992
Weitere Vorstellungen: Keine Angaben

Foto zur Verfügung gestellt von Familie Matz ©